Wenn der Notfall eintritt...

... ist es gut, etwas bereit zu haben.

Viele Schulen haben bereits eine kleine Kiste oder Tasche mit Tüchern und Kerzen zusammengestellt.

Im Büro der Schuldekanin in Mühlacker gibt es ebenfalls eine Trost- und Trauertasche. Sie beinhaltet:

  • Kreuz
  • schwarze, gelbe und weiße Tücher; bunte Chiffontücher
  • große Kerze, Teekerzen, Sreichhölzer
  • Engel aus Holz, Herzen, Federn, Steine
  • Liederbuch für die Jugend
  • Symbolkarten
  • Broschüre "Tod und Trauer in der Schule"
  • Teddybär
  • Kondolenzbuch
  • schwarzer Bilderrahmen
  • ...

Mögliche Rituale für die Zeit der Trauer

Kerze und Foto

Das Anzünden einer Kerze ist ein Hoffnungssymbol, das zum Ausdruck bringt, dass wir an die verstorbene Person denken und sie der Liebe Gottes anvertrauen.

Zu der Kerze kann ein Foto des Verstorbenen gestellt werden.

 

Bilderkartei

Jeder wählt ein Bild aus, das ihn persönlich im Bezug auf seine Trauer anspricht.

Im anschließenden Gespräch im Stuhlkreis werden die eigenen Gedanken und Assoziationen dazu ausgetauscht.

 

Erinnerungsbuch

Darin können persönliche Erinnerungen an die Verstorbene /den Verstorbenen hineingeschrieben, Fotos eingeklebt, Bilder gemalt und Wünsche festgehalten werden.

Das Erinnerungsbuch sollte einige Zeit im Klassenzimmer oder in einem anderen, frei zugänglichen Raum der Schule ausliegen und kann dann den Angehörigen übergeben werden.

 

Erinnerungsschachtel

In diese Schachtel können Gegenstände, Symbole, Briefe, Fotos usw. hineingelegt werden, die an den verstorbenen Menschen erinnern.

Der Inhalt kann nach einiger Zeit gemeinsam betrachtet werden und wer möchte, kann den anderen Erinnerungen, Gedanken, Geschichten zu seinen Gegenständen, Bildern, usw. mitteilen.

 

Fußspuren

In Fußumrisse können unter der Fragestellung  "Welche Spuren hat der Verstorbene in meinem Leben hinterlassen?" Gedanken und Texte geschrieben sowie Bilder gemalt und eingeklebt werden.

Anschließend kann mit den Füßen ein gemeinsamer Weg gelegt werden, bei dem die Möglichkeit besteht, Erinnerungen und Erlebnisse mit dem Verstorbenen auszutauschen.

 

Baum der Wünsche

Wer möchte, kann einen Wunsch für den Verstorbenen auf ein Blatt aus Tonpapier schreiben, diesen in Form einer Fürbitte aussprechen und an einen großen, gemalten Baum hängen.

 

Feuerabschiedsritual

Jeder bekommt, bei ruhiger Musik und im geschützten Raum, die Möglichkeit Gedanken und Erinnerungen festzuhalten, einen Brief an den Verstorbenen zu schreiben oder ein Bild zu malen.

Dann gehen alle gemeinsam ins Freie und versammeln sich um eine Feuerschale, in der die Briefe, Bilder, Gedanken verbrannt werden.

 

Luftballons steigen lassen

Auf kleine Kärtchen werden Wünsche für den Verstorbenen geschrieben und an Luftballons gehängt. Gemeinsam werden diese, in Verbindung mit einem Gebet, in den Himmel geschickt, als Zeichen der Hoffnung, dass Gott unser Gebet erhört und wir ihm den Verstorbenen anvertrauen können.

 

Steine gestalten

Die Steine können mit Wörtern, Symbolen und Bildern gestaltet werden, die die eigenen Gefühle ausdrücken, und auf das Grab gelegt werden.

 

Einen Baum pflanzen

Wenn die Möglichkeit besteht, ist es ein schönes Zeichen der Erinnerung und ein Symbol für den Kreislauf von Leben und Tod, für die verstorbene Person einen Baum zu pflanzen.